Live Album release:

July 27/2018!

Video:  Ufta Live

Video: world beat & brass - on tour 2015


"Live" Album Review

musikreviews.de © Andreas Schiffmann

Dem Feuilleton bieten VOLXTANZ von jeher Stoff zum Dummlabern, doch unabhängig von Multikulti-Klischees, die unbeholfene Mainstreampresse-Menschen inflationär oft im Zusammenhang mit der Combo bemühen, ist selbige stets ein Garant für hochvirtuosen Bigband-Crossover vom Feinsten … und was drängt sich deshalb auf, falls kein Live-Album, gerade in Anbetracht der sagenhaften Bühnenqualitäten des Ensembles?

Die Gruppe um die Saxofonisten Steffen Dix und Heiko Giering hat "Live" befremdlicherweise so inszenieren lassen, dass der Hörer die Konzertstimmung selten bis gar nicht wahr wahrnimmt. Das ist ein wenig schade, doch ansonsten stimmt alles, selbst wenn sich Hardliner naturgemäß über die Songauswahl streiten dürften. Fest steht, die Reihenfolge der Stücke ist in dramatischer Hinsicht klug festgelegt worden.

Dank Percussion-Power, etwa während 'BdBtchBrgd oder im eröffnenden Hereinplatzer (das orientalisch verschlungene 'Farewell Song'), vor allem aber bei 'Smuggle', das an Fieberhaftigkeit (sagt man das so?) kaum zu überbieten ist, überträgt sich die Energie auch durch die heimische Stereoanlage, die traditionell dazugehörenden Reggae-Elemente beschränken sich auf "Live" im Grunde auf sich wiegende Dub-Parts während 'DipTych', und das sich hinsichtlich seines Titels selbst erklärende 'Klezmatazz' ist ein Paradebeispiel für die übersteigerte Verspieltheit von VOLXTANZ.

Das Septett hat freilich stets alles unter Kontrolle, irres Tröten hin oder her. Das zackige Doppel aus 'Rhapsodia Polizia' und 'Baxia' markiert zwei Höhe- und Eckpunkte des Sets, in dessen Rahmen sich die Musiker mal klagend ('Ufta', eine der seltenen Atempausen auf der Scheibe) und mal verschmitzt zeigen (höre das treibende 'Drinking Song'), ehe sie es lässig mit 'Nightlight' ausklingen lassen. Wer die Gruppe bislang noch nicht kannte, erhält hiermit einen idealen Überblick ihres Schaffens.

FAZIT: Abseits unsäglicher Balkan-Beat-Klischees, ausgezeichnet durch halsbrecherische Unisono-Parts und kompositorisch nicht selbstverliebt, sondern von visionärer Direktheit, zeigt sich die sonnige Prog-Brass-Band VOLXTANZ auf "Live" von ihrer allerbesten Seite. Ein paar Rap-Parts hier, subtile eingewobene elektronische Elemente dort, Spielfreude in dicken Tüten - fertig ist ein weltmusikalisches Hörvergnügen der besonderen Art. 

FOLKWORLD #56, 03/2015, © KARSTEN RUBE

"Was den Berlinern SEEED ist den Stuttgartern Volxtanz. Die bläserorientierte Partyband hat gerade ihr Album "Welcome to the Gardens" herausgebracht auf dem sie beweisen, dass Speedfolk und Hochleistungsbrass nicht unbedingt nur qualitätsarmer Krawall sein müssen. Mit ungeheurer Energie lässt vor allem die Bläsersektion musikalische Genregrenzen verschwimmen. Afropop und Balkanbrass wechseln dabei ebenso schnell die Stellung, wie Soul und Jazz. Dazu streuen sie gelungen gereimte Hip-Hop Gedichte in die Songs. Auf technisch ausgefeilte Weise lässt Volxtanz Partystimmung aufkommen, bei der man nicht nur flippig tanzen muss, sondern ganz nebenbei das spielerische Vermögen der Band bewundern sollte. Besonderes Highlight auf der CD ist für mich das Schlusslied "Exit the Volx". Das fängt wie ein Balkanbrass an, läuft dann über Hip-Hop mit Skaeinflüssen langsam zu einer großartigen Bigband-Jazznummer mit avantgardistischer Note aus. "Welcome to the Gardens" ist ein Album, bei dem man sich festhalten sollte. Sonst springt man im Kreis."


Thanks to Creole Südwest! Great support!


Journal am Mittag

(SWR2, Theo Schneider, 07.08.2014)


New Album: "Welcome To The Gardens"